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Hochklassiges Spitzenspiel

Erstellt von Markus Anders | | 1. Herren 

Nach dem Dämpfer gegen den Landesligaabsteiger ASV Dachau (31:22), kam es zum Aufeinandertreffen mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter aus Altötting.  Trainer Markus Anders hoffte darauf, dass die Niederlage den Fokus der Spieler in die richtige Bahn gelenkt hatte.

Die Trainingswoche verlief nicht wie geplant. Verletzungs- und berufsbedingte Absagen erschwerten die Vorbereitung, doch die anwesenden Spieler zeigten sich motiviert. ⠀

Am Spieltag waren wieder alle Mann an Bord und der heiße Tanz gegen den Ligaprimus konnte beginnen. Von vornherein entwickelte sich eine spannende Partie, die alles bot was den Handball ausmacht: Harte Abwehrarbeit, hohes Tempo, schöne Kombinationen, viele Tore. Die Führung wechselte ständig – 1:0, 2:4 und 6:5 (11. Minute). Dann gab es wie so oft in dieser Saison eine Durststrecke. Zwölf Minuten lang erzielten die HGlern trotz bester Wurfchancen keine Tore. Folglich zogen die Gäste auf 10:6 davon. Die Ingolstädter fanden zurück ins Spiel und verkürzten zur Pause auf 10:13. Anders motivierte das Team nochmals. Den Grund für den Rückstand sah er nicht in der Stärke des Gegners, sondern in der zwischenzeitlich schlechten Chancenverwertung. „Abhacken, Mund abputzen und rein in die zweite Hälfte“, die an Spannung nicht zu überbieten war. ⠀

Durch zwei Treffer von Frommann, einem gehaltenen Strafwurf durch Brose und einem Tor von Nicksch konnten die Gastgeber binnen drei Minuten ausgleichen (13:13). In den nächsten 20 Minuten ging es wieder hin und her, bevor in der 52. Minute (22:22) beiden Seiten den Schlussspurt einleiteten.

Der Strafwurf nach gegebener 2-Minuten-Strafe gegen Ingolstadt wurde durch den sensationell haltenden Murgg vereitelt. Mehrere leichtsinnige Ballverluste ermöglichten den Altöttingern auf 24:22 (55. Minute) davonzuziehen. Von Aufgeben seitens der HG-Herren keine Spur. Durch Tore von Lorenz und Keim folgte der Ausgleich (24:24). Dann die Auszeit von Altötting bei 59:07. 13 Sekunden später der sechste Strafwurf für die Gäste. Vorteil für Ingolstadt: Die Zeit wurde angehalten.

Drei der fünf 7m wurden bereits von den beiden glänzend aufgelegten Torhütern, Brose und Murgg, entschärft. Die Nerven beim Altöttinger Schützen Halmsteiner lagen blank. Anpfiff, Wurf, Parade von Murgg! Infolgedessen bekam Ingolstadt die Chance auf das Siegtor. Die Zuschauer peitschten die Mannschaft nach vorne. Dann die Erlösung für die Ingolstädter Mannschaft samt Trainer und das heimische Publikum: Frommann erzielte fünf Sekunden vor dem Ende den lautstark umjubelten Siegtreffer (25:24).

Anders resümiert: „Letztendlich ist der Sieg nicht ganz unverdient. Aus dem gebundenen Spiel hatten wir etwas mehr Varianten zu bieten. Die Moral stimmte und der Kampfgeist war ungebrochen.“

HG Ingolstadt: Brose, Murgg (Tor), Kühne (1), Lorenz (3), Diaconu, Leimeister, Kraus, Niksch (2), Buchold, Keim (7), Geis, Beschler (5), Rohrer, Frommann (7)

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